Warum sollte man wilde Orang-Utans nicht füttern?
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Der Name Orang-Utan bedeutet auf Indonesisch „Waldmensch“ und macht deutlich, dass die Tiere wann immer sich ihnen die Möglichkeit bietet, auf Bäumen leben. Sie verbringen den größten Teil ihres Lebens in Baumwipfeln. Dort ernähren sie sich von Insekten, anderen kleinen Tierchen und Früchten. Nur selten kommen sie überhaupt auf den Boden.
Bedrohter Lebensraum
Die größten noch lebenden Baumsäugetiere mit dem faszinierenden roten Fell leben in den Tieflandregenwäldern und in den Sümpfen des Flachlands. Im Gegensatz zu ihren afrikanischen Menschenaffenverwandten leben die Orang-Utans überwiegend als Einzelgänger. Allerdings ist vom Sumatra-Orang-Utan bekannt, dass die Weibchen in einem losen Verbund aus mehreren Tieren zusammenleben.
Durch Abholzungen der Wälder, der Fragmentierung ihres Lebensraums und auch durch die Jagd ist das Überleben der Affen in freier Natur aber bedroht. Auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten sind die Sumatra-Orang-Utans als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Auf Sumatra hat der Mensch bereits 95% der ursprünglichen Regenwäler zerstört. Die Hälfte ist es ungefähr auf Borneo.
Identisches Erbgut
Zu sehr großen Teilen ist das Erbgut des Orang-Utans mit unserem identisch. Es hat sich über Jahrmillionen nur sehr langsam verändert. Uns Menschen verbindet mit dem Orang-Utan genetisch gesehen überraschend viel. Die Analysen eines internationalen Forscherteams zeigen, dass das Erbgut von Mensch und Orang-Utans zu 97% identisch ist. Damit liegen die Werte nicht weit unterhalb denen der Schimpansen, deren Genom zu 99% mit uns übereinstimmt. Das bedeutet, dass wir Krankheiten und Keime leicht an die Tiere übertragen können, wenn wir ihnen zu nahe kommen. Im schlimmsten Fall können Sie an leichten Erkältungsviren sterben.
Bitte nicht anfassen
Beim Dschungeltrekking in Bukit Lawang, haben Sie die Möglichkeit, Affen aus der Nähe zu beobachten. Es gab in der Vergangenheit eine Fütterungsstation von der sie später ausgewildert wurden. Dies bedeutet, dass die vom Aussterben bedrohten Tiere an uns Menschen gewöhnt sind. Sie können also auch mal näher an Sie herankommen. Bedenken Sie bitte, dass der Dschungel nicht mit einem Zoo zu vergleichen ist. Die Affen sollten von Ihnen nicht gefüttert werden.
Der Dschungel ist kein Zoo. Es sind wilde Tiere, zu denen man entsprechenden Abstand wahren sollte. Uns Menschen verbindet mit dem Orang-Utan genetisch gesehen überraschend viel. Das Erbgut von Mensch und Orang-Utans ist zu 97% identisch. Das bedeutet, dass wir Krankheiten und Keime leicht an die Tiere übertragen können, wenn wir ihnen zu nahe kommen. Im schlimmsten Fall können Sie an leichten Erkältungsviren sterben.
In letzter Zeit gab es leider vermehrt Berichte darüber, dass Guides Fruchtpaste an Bäume schmieren, damit Orangutans nahe kommen oder Gäste gar gegen Extra-Gebühr Orangutans füttern dürfen. Wir verurteilen das auf Schärfste und distanzieren uns von diesem Verhalten. Wenn Sie derartiges Verhalten im Dschungel sehen, sagen Sie etwas. Das ist nicht in Ordnung und kann den Tieren schaden.
Da die schönen Tiere zu der Primatengattung der Familie der Menschenaffen gehören, sollten Sie einige wichtige Dinge beachten: Bitte fassen Sie die Affen beim Dschungeltrekking in Bukit Lawang nicht an. Außerdem herrscht ein absolutes Fütterungsverbot. Es kann für die Wildtiere gefährlich sein, wenn sie körperlichen Kontakt zu Menschen haben, da sie schon von der Übertragung eines leichten Schnupfens sterben können.
Verhaltensregeln im Dschungel
- Hören Sie auf Ihren Guide
- Tiere nicht füttern oder anfassen
- Seien Sie ruhig und halten Sie Abstand
- Halten Sie den Dschungel sauber
- Seien Sie respektvoll
Lesen Sie unsere Verhaltensregelen für das Dschungeltrekking.
Ein respektvoller Umgang mit den Tieren ist wünschenswert. Nur so können wir sie schützen und dafür sorgen, dass sie sich vermehren und in ihrem natürlichen Lebensraum wieder Fuß fassen können.
Helfen Sie uns den faszinierenden Affen mit dem roten Fell zu schützen.





